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2. Brief des Präsidenten (November 2004)

Am 9. November ist im Heute-Journal des ZDF die Progromnacht von 1938 an 8. Stelle erwähnt worden, Länge 20 Sekunden. Ein Bericht über Arafat 8 Minuten!
Es hilft nicht, immer nur zu jammern und jeden Bericht zu analysieren und überall ein Haar in der Suppe zu suchen. Aber es ist unglaublich und unmöglich, daß 65 Jahre nach der Kristallnacht bewusst und überall alles getan wird, um es vergessen zu machen.
Meiner Meinung nach sollte man jedoch den l. Preis dafür dem Bürgermeister von Aschaffenburg geben, der bewusst keinen jüdischen Sprecher bei seiner Erinnerung an die Progromnacht haben wollte und da es in Aschaffenburg keine Juden gibt, hat er sogar freundlicherweise selber Kaddisch gesagt.

Wir haben immer Mitglieder gesucht und gebraucht, aktive und passive. Aber die Zeiten sind so schwer überall, ob es um Antisemitismus geht, oder um Israel, daß wir
unbedingt Menschen benötigen, die mit uns zusammenarbeiten, die ihre Ideen einbringen, wenn möglich auch aktiv versuchen, uns nach außen zu repräsentieren respektive versuchen, Brücken zu bauen zwischen Juden und Nichtjuden.

Man hört jetzt sehr wenig was sich in Israel abspielt. G'ttseidank. Aber leider stimmt das nicht. Es gibt fast so viele Überfälle an den Grenzen ringsherum, wie vor Arafats Tod. Man versucht weiterhin mit Attentaten, Schüssen aus dem Hinterhalt Zivilisten und Soldaten zu töten. Wir können nur hoffen, daß es irgendwann damit doch zu Ende geht. Aber wenn Sie heute alte Zeitungen aufmachen aus den 30er Jahren, den 40er Jahren, den 50er Jahren - überall immer das Gleiche - Überfälle von Arabern verschiedener Namen, mal als Fatah, mal als Fedajin.... Es hat sich sehr wenig geändert und deshalb bitte ich Sie, helft uns bei unserer Arbeit. Aber defakto, helfen Sie sich dabei selbst

Dr.Robert Guttmann

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